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Auftrag, Ziele & Aufgaben

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH.at) unterstützt die österreichweite Umsetzung der Frühen Hilfen. Es schafft gemeinsame fachliche Grundlagen, begleitet die regionale Umsetzung und sorgt für bundesweite Abstimmung, Vernetzung und kontinuierliche Qualitätsentwicklung.

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Überblick:

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Das österreichische Nationale Zentrum Frühe Hilfen wurde mit 1. Jänner 2015 vom damaligen Bundesministerium für Gesundheit an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eingerichtet.

Sein Auftrag umfasst insbesondere die bundesweite Abstimmung und Vernetzung, die Qualitätssicherung und eine effiziente Umsetzung der Frühen Hilfen sowie Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit.

Das NZFH.at steht dafür in kontinuierlichem Austausch mit den an der Umsetzung beteiligten Institutionen und Personen. Es unterstützt die österreichweiten Partner unter anderem durch Koordination, Schulungen und Fortbildungen, Dokumentation und Evaluation sowie durch Arbeitsvorlagen, Materialien und die laufende Weiterentwicklung fachlicher Grundlagen.

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Strategisches Ziel des NZFH.at ist eine qualitätsvolle, effiziente, bundesweit einheitliche und nachhaltige Bereitstellung der Frühen Hilfen in Österreich. Dazu soll:

  • die regionale Umsetzung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Gegebenheiten und Anforderungen fachlich unterstützt und begleitet werden,
  • eine ausreichende österreichweite Einheitlichkeit bei Inhalt und Qualität des Angebots gewährleistet werden,
  • Dokumentation und Monitoring sichergestellt werden und
  • eine langfristige Qualitätsentwicklung möglich sein, die auch gesellschaftliche und demografische Veränderungen berücksichtigt.

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Das NZFH.at stellt die bundesweite Koordination sicher und fördert den überregionalen Austausch. Es steht im laufenden Kontakt mit den Umsetzungsverantwortlichen in den Bundesländern und organisiert unter anderem Vernetzungstreffen für Familienbegleiter:innen, Netzwerkmanager:innen und fachliche Leitungen. Darüber hinaus unterstützt es die Zusammenarbeit der für Frühe Hilfen relevanten Institutionen und Fachleute.

Die regionale Umsetzung orientiert sich an der österreichweit abgestimmten Grundkonzeption der Frühen Hilfen. Das NZFH.at stellt dafür Vorlagen und Materialien bereit, berät bei der Umsetzung regionaler Frühe-Hilfen-Netzwerke und unterstützt bei Fragen zur Konzeptkonformität.

Damit werden regionale Besonderheiten berücksichtigt und gleichzeitig zentrale Kernfunktionalitäten und Qualitätsanforderungen österreichweit abgesichert.

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Eine wichtige Aufgabe des NZFH.at ist die Konzeption und Bereitstellung von Schulungen für Fachkräfte, die Aufgaben der Familienbegleitung oder des Netzwerkmanagements in regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerken übernehmen.

Alle neu tätigen Fachkräfte absolvieren einführende Schulungen. Sie schaffen eine gemeinsame Wissensbasis, vermitteln erforderliche Kernkompetenzen und unterstützen interdisziplinäres Lernen. Grundlage ist ein gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis entwickeltes Schulungskonzept für die bundesweit einheitliche Zusatzqualifizierung.

Zusätzlich bietet das NZFH.at themenspezifische Fortbildungen für Familienbegleiter:innen und Netzwerkmanager:innen an. Inhalte und Formate orientieren sich an den Anforderungen der Praxis und werden laufend weiterentwickelt.

Auch in relevanten Aus- und Weiterbildungen soll Wissen über Frühe Hilfen verankert werden. Dafür stellt das NZFH.at unter anderem das Lehrendenpaket „Frühe Hilfen in Ausbildungen“ und E-Learning-Angebote bereit. Teammitglieder wirken darüber hinaus als Vortragende in überregional relevanten Aus- und Weiterbildungen mit.

Weiterführend:

Fortbildung & Termine (E-Learning)

Für die Praxis: Arbeitshilfen, Materialien und Videos

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Wesentliche fachliche Grundlagen für die Umsetzung der Frühen Hilfen wurden bereits zwischen 2011 und 2014 erarbeitet. Dazu gehören insbesondere das „Idealmodell Frühe Hilfen“ und der Leitfaden zum Netzwerkaufbau.

Diese Grundlagen werden entsprechend den Erfahrungen und Anforderungen der Praxis regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Dazu gehören unter anderem Leitfäden zur Familienbegleitung und zu Gruppenangeboten, Positionspapiere zu aktuellen Fragestellungen, Fact Sheets, der Qualitätsstandard Frühe Hilfen und das Wirkmodell.

Die fachliche Weiterentwicklung greift außerdem neue gesellschaftliche und fachliche Entwicklungen auf. Dazu zählen beispielsweise der Austausch und gemeinsame Grundlagenarbeiten mit Kinder- und Jugendhilfe, Community Nursing, Präventionsketten oder Social Prescribing.

Das NZFH.at beteiligt sich am nationalen und internationalen fachlichen Diskurs, erfasst relevante Evidenz und bereitet neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen und die Fachöffentlichkeit auf.

Weiterführend:

Fachliche Grundlagen

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Evaluation und Begleitforschung dienen dazu, aus den Erfahrungen der regionalen Umsetzung zu lernen und Erkenntnisse zu Wirkung und Nutzen der Frühen Hilfen zu gewinnen.

Zwischen 2015 und 2023 wurden zahlreiche Evaluations- und Begleitforschungsprojekte durchgeführt beziehungsweise externe Evaluationen begleitet. Aktuell wird die Umsetzung im Rahmen der Frühe-Hilfen-Vereinbarung extern evaluiert; die Evaluierung läuft von Herbst 2025 bis Frühjahr 2028.

Erfahrungen der Familien einbeziehen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Perspektive von begleiteten und ehemals begleiteten Familien. Beim Abschluss einer Familienbegleitung steht ein Feedbackformular zur Verfügung. Die Ergebnisse werden jährlich aufbereitet und unter anderem in den Jahresberichten dargestellt.

Zusätzlich organisiert das NZFH.at gemeinsam mit den regionalen Netzwerken jährlich Fokusgruppen mit Familien. Sie liefern vertiefende qualitative Erkenntnisse über Erfahrungen mit den Frühen Hilfen.

Familien können außerdem einer späteren Kontaktaufnahme für Begleitforschung zustimmen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden ausgewertet und unter anderem als Factsheets veröffentlicht.

Das NZFH.at unterstützt darüber hinaus Stakeholder und Wissenschafter:innen bei spezifischen Evaluations- und Begleitforschungsprojekten und bringt insbesondere Wissen über das Interventionsfeld sowie die vorhandene Datenbasis ein.

Weiterführend:

Begleitforschung

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Dokumentation und Monitoring gehören ebenfalls zu den zentralen Aufgaben des NZFH.at. Aufgrund des Umfangs und des österreichweit eingesetzten Dokumentationssystems FRÜDOK werden diese Inhalte auf einer eigenen Seite dargestellt.

Weiterführend:

Umsetzungsberichte

Jahresberichte & Factsheets - FRÜDOK

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Auch Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit gehören zum Auftrag des NZFH.at. Informationen zu Websites, Newsletter, Fachveranstaltungen und Unterstützung der regionalen Öffentlichkeitsarbeit finden Sie im eigenen Bereich.

Weiterführend:

Wissen & Publikationen

Für die Praxis: Arbeitshilfen, Materialien und Videos

Fortbildung & Termine

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Von 2015 bis 2023 wurde das NZFH.at aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur im Rahmen der Vorsorgestrategie finanziert. Seit 2024 erfolgt die Finanzierung aus dem Bundesanteil der in der Frühe-Hilfen-Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG geregelten Finanzierung der Frühen Hilfen in Österreich.