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Frühe Hilfen verstehen

Unter Frühen Hilfen verstehen wir ein Gesamtkonzept von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bzw. gezielten Frühintervention in Schwangerschaft und früher Kindheit, das die Ressourcen und Belastungen von Familien in spezifischen Lebenslagen berücksichtigt. Ein zentrales Element von Frühen Hilfen ist die bereichs- und berufsgruppenübergreifende Vernetzung von vielfältigen Ansätzen, Angeboten, Strukturen sowie Akteurinnen und Akteuren in allen relevanten Politik- und Praxisfeldern.

Ziele: Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten und Gesundheitschancen von Kindern und Eltern in der Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern, dies vor allem – aber nicht ausschließlich - auch im Hinblick auf sozial benachteiligte Familien bzw. Familien mit besonderen Belastungen. Frühe Hilfen möchten insbesondere

  • die Ressourcen der Familien stärken und Belastungsfaktoren reduzieren,
  • Wohl und Entwicklung des Kindes frühzeitig fördern bzw. sichern,
  • einen Beitrag zum gesunden Aufwachsen von Kindern inklusive der Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe leisten sowie
  • gesundheitliche und soziale Chancengerechtigkeit fördern.
     

In der Praxis sind Frühe Hilfen vor allem auf lokaler und regionaler Ebene etablierte multiprofessionelle Unterstützungssysteme mit zentral koordinierten Angeboten für (werdende) „Eltern“ sowie Kinder in der frühen Kindheit, wobei der niederschwellige/aufsuchende Zugang von großer Relevanz ist.

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Überblick:

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Frühe Hilfen wurden in Österreich schrittweise zu einem flächendeckenden Angebot ausgebaut. Seit Herbst 2023 stehen regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke in allen Bezirken zur Verfügung. Seit 2024 regelt die Frühe-Hilfen-Vereinbarung die bundesweite Bereitstellung und Finanzierung. Das österreichische Programm basiert auf einem einheitlichen fachlichen Grundmodell und ist in zentrale gesundheits- und sozialpolitische Strategien eingebettet. Mehr dazu:

  • Österreichisches Programm der Frühen Hilfen
    Entwicklung, Ausbau, Finanzierung und bundesweite Umsetzung
  • Strategische Verankerung und Anknüpfungspunkte
    Frühe Hilfen in Gesundheitszielen, Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie, Agenda 2030 und weiteren Strategien
  • Österreichisches Konzept der Frühen Hilfen
    Grundmodell, Basisangebot und regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke
     

Konzept in Österreich

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Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie stark Erfahrungen in der frühen Kindheit die weitere Entwicklung und Gesundheit prägen. Hier finden Sie die fachlichen Grundlagen der Frühen Hilfen sowie Erkenntnisse zu ihrer Wirkung und ihrem Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Evidenz & Wirkung

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Regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke unterstützen Familien in belastenden Lebenssituationen rund um Schwangerschaft und frühe Kindheit. Sie verbinden Familienbegleitung, Netzwerkmanagement und ein multiprofessionelles Unterstützungsangebot und sorgen dafür, dass Familien möglichst früh passende Hilfe erhalten.

Netzwerke & Umsetzung

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Qualität und gemeinsame fachliche Grundsätze sichern eine verlässliche Umsetzung der Frühen Hilfen. Hier finden Sie die Qualitätsanforderungen für regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke sowie die ethischen Grundlagen, an denen sich die Begleitung von Familien orientiert.

Qualität & Grundsätze