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Fachtagung Frühe Hilfen 2023 in Wien

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Grafik zur Fachtagung Frühe Hilfen 2023 mit einer Österreichkarte. Dargestellt ist der regionale Wirkungsbereich der Teilnehmenden nach Bundesländern sowie aus Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz und Südtirol. Die meisten Teilnehmenden kamen aus Wien (148), Oberösterreich (36) und der Steiermark (34).
© NZFH.at


Am 9. Mai 2023 fand am FH Campus Wien die vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH.at) organisierte österreichweite Fachtagung Frühe Hilfen statt. Rund 300 Teilnehmer:innen nutzten die Tagung für fachlichen Austausch und Vernetzung.

Unter dem Motto „Erfolge, Herausforderungen, Impulse“ verband das Programm fachliche Beiträge mit Erfahrungen aus der Praxis der regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerke. Im Mittelpunkt standen der aktuelle Stand der Frühen Hilfen in Österreich sowie zentrale Themen, die Familien in belastenden Lebenssituationen und die Arbeit der Frühen Hilfen betreffen.

Frühe Hilfen in Österreich: Stand und Perspektiven

Sabine Haas vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen gab unter dem Titel „Tausend Dank! Macht weiter so.“ einen Überblick über den Stand der Frühen Hilfen in Österreich.

Die Tagung fand in einer entscheidenden Phase des österreichweiten Ausbaus statt. Neben den bisherigen Erfahrungen rückte deshalb auch die Frage in den Mittelpunkt, wie die Frühen Hilfen dauerhaft abgesichert und weiterentwickelt werden können.

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Gruppenfoto von Teilnehmenden der österreichweiten Fachtagung Frühe Hilfen 2023. Zahlreiche Personen versammeln sich im Veranstaltungssaal; im Vordergrund wird die Resolution zur nachhaltigen Finanzierung der Frühen Hilfen symbolisch präsentiert.


Im Zuge der Tagung wurde eine Resolution zur nachhaltigen Finanzierung der Frühen Hilfen formuliert. Rund 230 Teilnehmer:innen unterzeichneten die Resolution, darunter Vertreter:innen von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern sowie aus der Frühe-Hilfen-Praxis und weiteren relevanten Fachbereichen und Berufsgruppen.

Frühe Wurzeln von Armut

Unter dem Titel „Deswegen kann ich nicht so, ehrlich gesagt, über meine Kindheit reden, weil ich hatte nie eine.“ beschäftigte sich Evelyn Dawid von der WU Wien mit frühen Erfahrungen von Armut und möglichen langfristigen Folgen.

Gerda Juvan von den Frühen Hilfen Wien ergänzte den fachlichen Input mit Erfahrungen aus der Praxis. Damit wurde sichtbar, wie soziale Belastungen bereits früh im Leben wirken können und welche Bedeutung Unterstützungssysteme haben, die Familien rechtzeitig erreichen.

Präventionsketten: Unterstützung besser verbinden

Wie unterschiedliche Angebote rund um Kinder und Familien stärker miteinander verbunden werden können, war Thema des Beitrags „Schnelle und passende Unterstützung durch gute Vernetzung“.

Marion Weigl vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen stellte Präventionsketten als Ansatz vor, Unterstützungsangebote entlang der Lebensphasen von Kindern und Familien miteinander zu verknüpfen.

Martina Haubenhofer von den Frühen Hilfen Steiermark und Robert Konrad von der Stadtgemeinde Leibnitz brachten dazu Erfahrungen aus der Praxis und aus der Initiative „Gemeinsam stark für Kinder“ ein.

Psychische Belastungen in Familien

Psychische Belastungen spielen in der Familienbegleitung eine wichtige Rolle. Sophie Sagerschnig vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen widmete sich diesem Thema im Beitrag „In Summe war es eine riesen Hilfe!“ – Angebote bei psychischen Belastungen im Rahmen der Frühen Hilfen.

Anna Hartl von „Gesund ins Leben – Frühe Hilfen Innsbruck Stadt“ ergänzte den fachlichen Input mit Erfahrungen aus der Begleitung von Familien.

Traumafolgen früh begegnen

Christine Gruber vom UNUM Institute beschäftigte sich unter dem Titel „Wo der Kopf nicht hinkommt, wenn nichts mehr so ist, wie es war“ mit Traumafolgenprävention in den Frühen Hilfen.

Fabiola Seiwald von Netzwerk Familie Vorarlberg zeigte anhand der Praxis, welche Bedeutung eine sensible und kontinuierliche Begleitung für Familien mit belastenden Erfahrungen haben kann.

Austausch und Vertiefung

In parallelen Einheiten konnten die Teilnehmer:innen die Themen aus den Plenarvorträgen vertiefen und mit den Vortragenden diskutieren. Zusätzlich wirkten Martin Schenk zum Thema Armut, Tanja Grinschgl zu Präventionsketten und Sandra Aufhammer zu psychischen Belastungen mit.

Frühe Hilfen im deutschsprachigen Raum

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Podiumsdiskussion bei der österreichweiten Fachtagung Frühe Hilfen 2023 am FH Campus Wien. Sechs Fachpersonen aus dem deutschsprachigen Raum sitzen auf einer Bühne und diskutieren Erfahrungen und Perspektiven der Frühen Hilfen in ihren Ländern.
© NZFH.at


Zum Abschluss richtete eine Podiumsdiskussion den Blick über Österreich hinaus. Vertreter:innen aus fünf deutschsprachigen Ländern berichteten über ihre Erfahrungen mit der Etablierung und Weiterentwicklung der Frühen Hilfen:

  • Verena Fink, Südtirol
  • Martin Hafen, Schweiz
  • Ilona Renner, Deutschland
  • Helene Vorhauser-Malin, Liechtenstein
  • Sabine Haas, Österreich

Diskutiert wurden Erfolge, Herausforderungen und weitere Entwicklungsmöglichkeiten der Frühen Hilfen in den unterschiedlichen nationalen Kontexten.